Hofer-Picout Rechtsanwalts-GmbH

 

Tel: +43 (0)512 890436
E-Mail: office@picout.at

Was ist ein Erstgespräch und wie läuft es ab?
Das Erstgespräch soll Ihnen helfen zu erfahren, ob wir etwas für Sie tun können und was wir für Sie tun können. Im Rahmen eines Erstgespräches nehmen wir die wichtigsten Informationen auf und besprechen die wesentlichen Belange Ihres Falles. Sie erfahren, welche Möglichkeiten Sie haben, und ob und zu welchen Konditionen wir Sie vertreten können. Je mehr Informationen Sie uns liefern, desto besser können wir Sie bei der weiteren Vorgehensweise beraten. Nehmen Sie daher sämtliche Unterlagen zum Erstgespräch bereits mit bzw. lassen Sie uns diese im Voraus zukommen, damit wir die Unterlagen vorab durchsehen können. Bitte beachten Sie, dass die umfassende Prüfung eines Vertrages im Rahmen eines Erstgespräches verständlicherweise nicht erfolgen kann. Gerne können Sie während unserer Öffnungszeiten telefonisch oder persönlich einen Termin zu einem Erstgespräch vereinbaren.
Ist das Erstgepräch kostenlos?
Im Rahmen der Erstberatung erbringen wir für Sie bereits eine Leistung, die nach dem Rechtsanwaltstarifgesetz (RATG) bzw. den Allgemeinen Honorarkriterein (AHK) abgerechnet werden kann. Wir verrechnen jedoch für ein Erstgespräch nur einen ermäßigten Pauschalsatz von EUR 150,00 zzgl. USt., welchen wir ersuchen, in bar mitzubringen. Das Erstgespräch ist daher nur kostenlos, wenn dies mit Ihnen vereinbart wurde oder unsererseits eine kostenlose Erstberatung angeboten wurde. Davon zu unterscheiden ist die Erste Anwaltliche Auskunft der Rechtsanwaltskammern. Bei dieser erhalten Rechtssuchende in einem Orientierungsgespräch kostenlos Auskunft von einem Rechtsanwalt.
Welche Beratungspakete gibt es?
Präventive Rechtsberatung wird immer wichtiger. Aus diesem Grund haben die österreichischen Rechtsanwälte für Sie spezielle Beratungspakete geschnürt. Informieren Sie sich über unsere Aktion „Check Dein Recht“ zu einer Sonderpauschale von € 120,- (inkl. 20 % USt).

 

Die Beratungspakete im Überblick:

Ehe und Partnerschaft
Der Ehe- und Partnerschafts-Check klärt über rechtliche Konsequenzen bei Eheschließung und Scheidung auf. Hierbei können sich Heiratswillige vorsorgend Klarheit über die Konsequenzen im Fall einer Trennung verschaffen. Im gemeinsamen, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Gespräch mit dem Rechtsanwalt werden vermögens- und sozialrechtliche Aspekte beleuchtet.
Erbrecht
Verantwortung für die Zukunft von Angehörigen oder für ein Unternehmen macht es notwendig, über den eigenen Tod hinaus zu denken und die Nachfolge zu regeln. Kommt das Ende „aus heiterem Himmel“ oder hat der Erblasser zwar eine Regelung vorbereitet, aber unzutreffend formuliert, so können daraus Rechtsunsicherheit und Streit entstehen. Beim Erbrechts-Check bekommen Sie Informationen über wesentliche Bestimmungen des Erbrechtes.
Haus und Wohnung
Die Investition in eine Immobilie, egal ob Rohbau, Neubau, ein Sanierungsobjekt oder eine Eigentumswohnung, ist eine Entscheidung fürs Leben und sollte sorgfältig überlegt und geplant werden. Bereits bei der Auswahl des Wohnobjektes ist vieles zu beachten. Der Haus- und Wohnungs-Check bietet mehr Sicherheit und Aufklärung bei komplizierten Vertragsverhandlungen sowie der Vertragserrichtung.
Mietrecht
Der Mietrechts-Check schafft Klarheit über Rechte und Pflichten, die sich aus einem Mietverhältnis ergeben können. Im Rahmen des Beratungsgesprächs soll der Klient konkret über an seine persönliche Situation und an seine Vorstellungen angepasste mietrechtliche Möglichkeiten der Vertragsgestaltung aufgeklärt und auf zwingende gesetzliche Bestimmungen aufmerksam gemacht werden.
Patientenverfügung
Die Entscheidung über das eigene Schicksal ist wertvoll. Mit einer Patientenverfügung wird im Voraus bis ins Detail geregelt, was im Notfall geschehen soll und wird. Was sollen Ärzte tun, was sollen sie unterlassen. Um den Klienten bei diesen wesentlichen Entscheidungen zu unterstützen und fachgerecht zu beraten, haben Österreichs Rechtsanwälte im Rahmen der Aktion „Check Dein Recht“ den Patientenverfügungs-Check erarbeitet.
Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, was soll ich nun tun?
Viele Rechtsschutzversicherungen bieten einen Beratungsrechtsschutz. Im Rahmen des Beratungsrechtsschutzes werden die Kosten des Erstgespräches übernommen. In solchen Fällen besteht jedoch nicht immer freie Anwaltswahl. Bitte klären Sie dies daher vorab mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ab. Gerne sind wir Ihnen in weiterer Folge auch bei der Abklärung des Umfangs Ihrer Rechtsschutzdeckung behilflich. Wir klären für Sie ab, ob und in welcher Höhe Ihre Versicherung für sämtliche Anwalts- und Prozesskosten aufkommt. Welche Kosten von Ihrer Rechtsschutzversicherung tatsächlich übernommen werden, hängt jedoch vom jeweiligen Rechtsschutzversicherungsvertrag ab. Sollte die Versicherung keine Kostendeckung gewähren, obwohl sie dazu verpflichtet wäre, kann auch eine Klage auf Kostendeckung eingebracht werden. Sollte die Versicherung die Rechtsschutzdeckung verneinen, lassen Sie uns daher Ihre Versicherungspolizze überprüfen. Nehmen Sie unbedingt Ihre Rechtsschutzversicherungspolizze (oder eine Kopie davon) zum Erstgespräch mit. Übernimmt die Rechtschutzversicherung unsere Kosten nicht oder nicht zur Gänze, hat der Versicherungsnehmer die Kosten oder die nicht übernommene Differenz selbst zu tragen.
Wie berechnen sich die Rechtsanwaltskosten?
Als Grundlage für unser Honorar dienen das Rechtsanwaltstarifgesetz (RATG) sowie die Allgemeinen-Honorar-Kriterien (AHK). Daneben besteht die Möglichkeit, einen Stundensatz bzw. ein Pauschalhonorar für die rechtsanwaltlichen Leistungen zu vereinbaren. Die Höhe des Honoraranspruches des Rechtsanwaltes hängt von der Höhe des Streitwertes und der Komplexität, dem Umfang, der Wichtigkeit und der Schwierigkeit der zu erbringenden Leistungen ab. Falls von Ihnen gewünscht, können wir Sie regelmäßig über den Stand Ihrer Kosten informieren.
Welche Honorarvereinbarungen sind möglich?
Im Allgemeinen gilt der Grundsatz der freien Honorarvereinbarung. Die rechtsanwaltlichen Leistungen können in Form eines Pauschalhonorars oder eines Zeithonorars abgerechnet werden. Mangels einer Vereinbarung wird die angemessene Entlohnung des Rechtsanwalts auf Basis des Tarifs berechnet. Wird keine explizite Honorarvereinbarung getroffen, so gilt ein angemessenes Honorar als geschuldet.
Was ist ein Pauschalhonorar?
Vorteil eines Pauschalhonorars ist, dass Sie von Anfang an die Höhe des Honorars kennen. Dieses Honorar bestimmt sich nach dem erforderlichen Leistungsumfang.
Was ist ein Zeithonorar?
Beim Zeithonorar wird die Höhe des Honorars pro Zeiteinheit vereinbart, in der Regel ist die Basis-Zeiteinheit eine Stunde. Die Stundensätze können unterschiedlich hoch sein und hängen auch individuell von der Schwierigkeit des Rechtsfalles ab. Bei dieser Abrechnungsart sind Aufzeichnungen nicht über die Art der Leistung, sondern über den damit verbundenen Zeitaufwand zu führen.
Wie erfolgt eine tarifliche Abrechnung?
Im Falle einer tariflichen Abrechnung oder eines tarifgemäßen Honorars werden die Rechtsanwaltskosten auf Basis
  • des Rechtsanwaltstarifgesetzes (RATG),
  • der Allgemeinen Honorar-Kriterien (AHK) oder
  • des Notariatstarifgesetzes
berechnet. Die Abrechnung von Leistungen nach Tarif erfolgt aufgrund einer Bemessungsgrundlage, die sich z.B. aus dem Klagsbetrag (Streitwert), aus dem Kaufpreis bei einem Liegenschaftsverkauf oder aus dem Wert eines Nachlasses u.v.a.m. ergeben kann. Der genaue Betrag einer konkreten Leistung ergibt sich dann aufgrund der Bemessungsgrundlage aus dem jeweiligen Tarif. Die Abrechnung erfolgt nach Einzelleistungen oder nach Einheitssatz.
Was ist eine Abrechnung nach Einzelleistungen?
Bei der Abrechnung nach Einzelleistungen wird jede Leistung, d.h. jedes Telefonat, jeder Brief, jedes Email und jede Konferenz etc., gesondert berechnet.
Was ist eine Abrechnung nach Einheitssatz?
Nach dieser Berechnungsmethode werden Nebenleistungen wie Briefe, Emails, Konferenzen und Telefonate etc. durch den sogenannten „Einheitssatz“ abgegolten. Der Einheitssatz beträgt 50 % oder 60 % der jeweiligen (gerichtlichen) Leistung. D.h. beispielsweise zu einer Klage, einem Schriftsatz und einer Verhandlung werden jeweils zum Tarif für diese Leistungen noch 50 % oder 60 % dazugerechnet, weswegen keine weiteren Kosten für geführte Telefonate, Briefe und Besprechungen unabhängig von deren geleisteten Anzahl mehr entstehen. Diese Art der Abrechnung erfolgt beispielsweise generell gegenüber den Gerichten oder gegenüber dem Gegner. Alle Beträge verstehen sich netto zuzüglich 20 % Mehrwertsteuer.
Was sind Barauslagen?
Barauslagen sind insbesondere Gerichtsgebühren, Porti, Kopien, Kosten für Grundbuch- und Firmenbuchauszüge, Meldeanfragen, Auszüge aus der Zulassungsevidenz etc. Barauslagen sind zusätzlich zum tariflich ermittelten Honorar zu bezahlen.
Wer zahlt wann?
Im Zivilprozess und im Exekutionsverfahren hat die unterlegene Partei der obsiegenden Partei im Ausmaß des Obsiegens die Kosten zu ersetzen. Es gilt in gerichtlichen Verfahren daher großteils das Erfolgsprinzip. Sollten Sie im Prozess vollständig obsiegen, hat der Gegner grundsätzlich sämtliche Ihnen zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung entstandenen notwendigen Kosten zu ersetzen. Obsiegen Sie teilweise, dann erfolgt eine Abrechnung nach der Obsiegensquote, wobei ein Unterliegen mit rund 10 % noch keinen Nachteil darstellen sollte (unterschiedlich von Gericht zu Gericht). Obsiegen Sie beispielsweise mit 80 %, dann bekommen Sie 60 % Ihrer Vertretungskosten und 80 % Ihrer Barauslagen vom Gegner ersetzt. Diese Berechnungsart wird „Quotenkompensation“ genannt. Sie berücksichtigt auch jene Kosten, welche dem Gegner angefallen sind (im obigen Beispiel eben mit 20 %, sodass 80 minus 20 eine Quote von 60 % ergibt). In Verfahren vor dem Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof und bei einzelnen Verfahren vor den Landesverwaltungsgerichten erhält der erfolgreiche Beschwerdeführer einen festgelegten Kostenersatz von der Behörde. Im Strafverfahren kann ein pauschalierter Kostenersatz im Falle des Freispruches beantragt werden. Um die finanziellen Risiken bei Rechtsstreitigkeiten zu minimieren, haben Sie die Möglichkeit, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Wir dürfen Sie jedoch ersuchen, diese Details mit Ihrer Versicherung zu klären.
Was ist, wenn ich mir die Rechtsanwaltskosten nicht leisten kann?
Wer außerstande ist, die Kosten der Führung eines Verfahrens ohne Beeinträchtigung des notwendigen Unterhalts zu bestreiten, kann einen Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe bei Gericht einbringen. Das betreffende Antragsformular kann auch über die Website des Justizministeriums heruntergeladen werden. Daneben gibt es bei den Amtstagen, welche regelmäßig von den Gerichten abgehalten werden, ebenfalls die Möglichkeit, eine unentgeltliche Rechtsauskunft in Anspruch zu nehmen. Auch die Rechtsanwaltskammer Tirol bietet eine kostenlose „Erste Anwaltliche Auskunft" an.